Gaelic Football vereint Elemente von Fußball und Rugby und wird hauptsächlich in Irland ausgeübt. Hier ist es neben Hurling eine der beliebtesten einheimischen Sportarten. Der Sport ähnelt anderen keltischen Sportarten und Australian Football.
Der Ball besteht aus Leder und wiegt fast 500g. Gespielt wird auf Rasen, wobei auf beiden Enden dieses, zwei Torpfosten stehen, die mindestens 7 Meter Höhe aufweisen müssen. In 2,5 m verläuft zwischen diesen eine Querstange. Jede Mannschaft besteht aus 15 Spielern und es sind maximal 5 Auswechslungen erlaubt. In der Inter-County-Meisterschaft beträgt die Spielzeit 2 mal 35 Minuten. In der Regel wird aber 2 mal 30 Minuten gespielt.
Der Ball darf mit jedem Körperteil gespielt werden. Es ist aber verboten den Ball mit der Hand vom Boden aufzunehmen. Das halten des Balls ist nur 4 Sekunden erlaubt. Den Ball zu werfen ist verboten. Wenn ein Handpass erfolgen soll, muss er mit der Hand oder Faust geschlagen werden. Die Schlagbewegung muss dabei klar erkennbar sein.
Ein Tor kann erzielt werden, indem der Ball unter die Querstange in das Tor der gegnerischen Mannschaft gelangt. Ein Tor gilt als drei Punkte. Wenn der Ball zwischen die Torpfosten der gegnerischen Mannschaft, aber über den Querbalken fliegt, gilt dies als ein Punkt.
Die erste Erwähnung eines Spiels namens Football in Irland, findet sich in den Statuten von Galway aus dem Jahr 1527. Weitere Hinweise von Footballspielen finden sich auch im 17. und 18. Jahrhundert. Allerdings ähnelten die Spiele damals eher einer Balgerei, als einem organisierten Spiel. Das Spiel wurde in der Regel am Sonntag nach dem Kirchgang ausgetragen und dauerte den ganzen Tag. Ab 1884 gibt es einheitliche Regeln für Gaelic Football und seit 1885 werden regelmäßig Spiele nach diesen ausgetragen.